Habe ich eine Garantie, dass es mir gut geht, wenn ich mich selbst liebe und positiv denke?

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit meiner inneren Haltung, meinen Gedanken und meinem Blick auf und in die Welt. Ich hinterfrage Überzeugungen, suche nach neuen Perspektiven und versuche, auch in schwierigen Situationen das zu entdecken, was trägt.

Mich fasziniert die Kraft die darin liegt, das eigene Innere kennenzulernen, so sehr, dass ich seit mehreren Jahren Menschen ein Stück ihres Weges begleite.

Und trotzdem beschäftigt mich seit einiger Zeit eine Frage.

Gerade weil ich erlebt habe, wie hilfreich neue Perspektiven und Denkmuster sein können, frage ich mich heute, ob ich manchmal zu viel erwarte.

Ich ertappe mich immer wieder dabei, mich selbst zu beobachten:

  • Denke ich gerade positiv genug?
  • Warum fällt es mir trotzdem schwer?
  • Warum gelingt es mir nicht immer, schwierige Situationen gelassen zu meistern?
  • Warum bin ich an manchen Tagen nicht freundlich zu mir selbst?
  • Warum finde ich mich manchmal einfach nur schwierig?

Und dann spüre ich Druck!

  • Vielleicht habe ich nicht genug gelernt.
  • Nicht genug geübt.
  • Vielleicht ist meine Haltung noch nicht positiv genug.

Und dann frage ich mich:

Erwarte ich von mir gerade etwas, das kein Mensch dauerhaft leisten kann?

Vielleicht besteht das Leben nicht nur aus Schwarz oder Weiß.

Nicht nur aus positiven oder negativen Gedanken.

Vielleicht gibt es unendlich viele Zwischentöne.

Vielleicht entsteht Harmonie nicht dadurch, dass nur die hellen Töne erklingen. Vielleicht gehören auch die leisen, dunkleren und widersprüchlichen Töne zu unserer eigenen Melodie.

Welche Erwartungen trägst du an Selbstliebe oder positives Denken in dir – und dürfen auch die schwierigen Seiten zu deinem Weg gehören?

🌱 Lass wachsen, was wachsen möchte. 🌱

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