Warum auch Coaches und psychologische Berater:innen selbst Begleitung brauchen

Immer wieder werde ich gefragt:
„Du bist doch Coachin und psychologische Beraterin – warum brauchst du dann selbst Coaching, Beratung oder therapeutische Begleitung?“

Meine Antwort ist klar: Gerade deshalb.

Denn persönliche Entwicklung endet nicht mit einer Ausbildung oder einem Titel. Wir alle – egal ob privat oder beruflich – tragen Erfahrungen, Prägungen, Muster und sogenannte blinde Flecken in uns. Bereiche, die wir selbst nicht oder nur schwer erkennen können.

Und genau hier setzt externe Begleitung an.

🔍 Blinde Flecken sind menschlich – nicht problematisch

Unser Gehirn schützt uns, filtert Informationen und entwickelt Gewohnheiten. Das ist hilfreich, führt aber auch dazu, dass wir bestimmte Denk- und Verhaltensmuster nicht mehr hinterfragen.
Ein neutraler Blick von außen hilft, diese Muster sichtbar zu machen – ohne Bewertung, sondern mit Klarheit.

💪 Hilfe anzunehmen ist keine Schwäche

Im Gegenteil: Es ist ein Zeichen von Selbstverantwortung, Reflexionsfähigkeit und innerer Stärke.
Wer sich Unterstützung holt, übernimmt aktiv Verantwortung für seine Entwicklung, Gesundheit und Lebensqualität.

🌱 Warum ich selbst Begleitung nutze

Ich nutze regelmäßig Supervision, Coaching und fachlichen Austausch, um:

  • meine Arbeit weiterzuentwickeln
  • meine eigenen Themen bewusst zu reflektieren
  • klar und präsent für meine Klient:innen da zu sein

Denn nur wer selbst bereit ist zu wachsen, kann andere authentisch begleiten.

Mein Fazit

Persönliche Begleitung ist kein Zeichen von Scheitern – sie ist ein Werkzeug für Wachstum.
Blinde Flecken zu erkennen ist ein Geschenk.
Und Unterstützung anzunehmen ist eine Stärke.

Genau dazu ermutige ich auch meine Klient:innen: Niemand muss alles alleine tragen.

Wir alle betrachten die Welt durch unsere eigene Brille – manchmal braucht es einen Blick von außen, um neue Farben und Möglichkeiten zu erkennen.

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